Über mich

Ich bin Patricia Waldvogel

Oder, wie mich die Kinder bei Camp Forestbird nennen dürfen: Patty.

Aufgewachsen bin ich im Schwarzwald, mit vier Geschwistern, Hund und Katze.

Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, denke ich an ziemlich viel Freiheit.

Wir waren viel draußen, haben mit Nachbarskindern gespielt, sind Fahrrad gefahren, Rollschuh gelaufen.

Wir waren wandern, haben dabei Pilze gesammelt. Besonders schön waren die Nachtwanderungen mit Taschenlampen und Proviant in der Tasche. Grillen haben wir geliebt, genauso wie gemeinsame Familienausflüge oder Baden in der Schwarzenbachtalsperre. Aber am schönsten war es für mich, wenn wir in den Ferien zum Campen an den Bodensee gefahren sind.

Auch unsere Großeltern haben wir gern besucht. Sie hatten einen noch größeren Garten als wir, direkt an einem Bach, der für uns Kinder ein einziger Abenteuerspielplatz war. Im Garten gab es Hühner, Enten, Gänse und Hasen. Für uns Kinder gab es dort viel zu entdecken.

Und obwohl um mich herum eigentlich immer etwas los war, war ich selbst ein stilles Kind.

Ich war gern für mich. Lesen und Geschichten waren meine Welt. Ich konnte mich stundenlang nur mit mir selbst beschäftigen, mich in Büchern verlieren und mich an Orte träumen, die weit weg waren.

Besonders geliebt habe ich einen Kinderatlas mit Bildern aus aller Welt. Irgendwann landete mein Finger auf Neuseeland. Ich wusste nur: Da möchte ich einmal hin.

Ich hatte überhaupt viele Träume.

Mal wollte ich Archäologin oder Ägyptologin werden, dann Paläontologin, Meeresbiologin oder Tierpflegerin. Ich wollte auf einem Kreuzfahrtschiff arbeiten und am liebsten alle Sprachen dieser Welt sprechen. Festlegen wollte ich mich offensichtlich schon damals nicht so gern.

Genauso vielseitig waren die Dinge, die ich gern gemacht habe. Ich habe gebastelt, Handarbeiten gemacht, gesungen, gelesen und Geschichten geschrieben.

Ich bin selbst Mama von zwei mittlerweile erwachsenen Söhnen, die ich alleinerziehend großgezogen habe.

Vielleicht erinnere ich mich deshalb heute noch so gut daran, wie unterschiedlich Kinder sein können.

Ein Kind kann still sein und trotzdem vor anderen singen. Es kann gern allein sein und Gemeinschaft lieben.

Es kann Geschichten mögen und Tiere, fremde Länder, Musik und Basteln.

Und manchmal weiß ein Kind heute noch überhaupt nicht, was morgen spannend sein wird. Das darf so sein.

Camp Forestbird soll ein Ort sein, an dem Kinder einen Teil ihrer Freizeit verbringen, ausprobieren und entdecken dürfen.

Sie müssen nicht überall mitmachen. Sie dürfen sagen, wenn ihnen etwas nicht gefällt.

Mir ist wichtig, dass ein Kind im Camp Forestbird einfach so sein darf, wie es ist.

Manche Kinder erzählen viel. Andere hören lieber zu. Manche sind sofort mittendrin, andere brauchen erst einmal ein bisschen Zeit. Beides ist in Ordnung.

Hier dürfen Kinder kreativ sein, Geschichten hören, Musik machen, lachen, Fragen stellen und Neues ausprobieren.

Und manchmal vielleicht auch einfach feststellen: Das ist heute nichts für mich. Auch das darf ein Kind sagen.

Ich kann heute noch nicht wissen, welche Kinder ihren Weg ins Camp Forestbird finden werden.

Vielleicht bleibt eines nur eine kurze Zeit. Vielleicht begleitet uns ein anderes über mehrere Jahre.

Aber ich weiß, was ich mir wünsche: Wenn ein Kind irgendwann auf seine Zeit bei Camp Forestbird zurückblickt, soll es sich gern daran erinnern.

An die Geschichten. An gemeinsame Momente. Und vor allem daran, wie es sich angefühlt hat, hier zu sein.

Und wenn es irgendwann noch einmal beim Campfire vorbeischauen möchte, nur um Hallo zu sagen und zu erzählen, wie es ihm inzwischen geht?

Dann freue ich mich. Sehr sogar.

Herzliche Grüße vom Bodensee

Patty

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